DGS: Vogelgrippe: EFSA veröffentlicht neuen Quartalsbericht03-07-2026
Die European Food Safety Authority (EFSA) hat ihren neuen Quartalsbericht zur Situation der Vogelgrippe veröffentlicht. Darin fasst sie die zwischen dem 28. Februar und dem 4. Juni 2026 neu aufgetretenen Nachweise der hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI) zusammen. Der rückläufige Trend dürfte demnach über den Sommer anhalten. von DGS RedaktionQuelle EFSAerschienen am 03.07.2026Die European Food Safety Autority (EFSA) berichtete in ihrem Quartalsbericht, dass zwischen dem 28. Februar und dem 4. Juni 2026 in 30 europäischen Ländern insgesamt 949 Nachweise hochpathogener Aviärer Influenza (HPAI) gemeldet wurden – davon 186 bei Hausgeflügel und 763 bei Wildvögeln. Der bereits am Ende des vorherigen Berichtszeitraums beobachtete rückläufige Trend setzte sich laut Angaben der EFSA fort und dürfte voraussichtlich auch während des Sommers anhalten. Derzeit niedriges Niveau der AusbrücheWährend die Zahl der HPAI-H5N1-Ausbrüche bei Hausgeflügel – mit Ausnahme weniger Länder – auf niedrigem Niveau blieb, wurde in Europa erstmals das H9N2-Virus der Klade G5.5 bei Geflügel nachgewiesen. Nach der intensiven Zirkulation von HPAI-Viren bei Wasservögeln in den vergangenen Monaten wurden bei Säugetieren vereinzelt Infektionen festgestellt, insbesondere bei wildlebenden Fleischfressern. Dazu gehörten Nachweise des Influenza A (H5N5)-Virus bei einem Eisbären und einem Walross in Norwegen gehörten dazu. Die Situation außerhalb EuropasAußerhalb Europas verlagerte sich der Schwerpunkt der HPAI-Nachweise von Nord- nach Südamerika, wo zahlreiche Ausbrüche sowie Sterbeereignisse bei Schwänen gemeldet wurden. Zwischen dem 28. Februar und dem 4. Juni 2026 wurden weltweit 19 Infektionen des Menschen mit aviären Influenzaviren öffentlich gemeldet, darunter drei Todesfälle, verteilt auf sechs Länder:
Die meisten Betroffenen hatten vor der Feststellung der Infektion oder dem Auftreten der Erkrankung Kontakt zu Geflügel oder einer Geflügelhaltung, wie die EFSA mitteilte. Infektionen des Menschen mit aviären Influenzaviren bleiben weiterhin selten, und eine anhaltende Übertragung von Mensch zu Mensch wurde bislang nicht dokumentiert. Geringes Risiko für AllgemeinbevölkerungDas Risiko durch die derzeit in Europa zirkulierenden aviären Influenza-A (H5N1)-Viren der Klade 2.3.4.4b wird für die Allgemeinbevölkerung in der Europäischen Union bzw. dem Europäischen Wirtschaftsraum (EU/EWR) weiterhin als gering eingeschätzt. Für Personen, die beruflich oder anderweitig mit infizierten Tieren oder kontaminierten Umgebungen in Kontakt kommen, wird das Risiko als gering bis moderat bewertet.
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