DGS: Kein Zusammenhang zwischen Salmonellenausbrüchen in Belgien und Großbritannien08-09-2026
Kein Zusammenhang zwischen Salmonellenausbrüchen in Belgien und GroßbritannienZwischen den Salmonellenausbrüchen in Belgien und Großbritannien besteht kein Zusammenhang, wie ein Sprecher der Belgischen Föderalen Agentur für die Sicherheit in der Nahrungsmittelkette (FASFC) bestätigte.
von Poultry World
Zwischen den Salmonellenausbrüchen in Belgien und Großbritannien, über die wir bereits berichteten, besteht kein Zusammenhang. Dies bestätigte ein Sprecher der belgischen Föderalen Agentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette (FASFC). In Großbritannien gibt es einen großen Salmonellenausbruch, bei dem bereits eine Person gestorben und mehr als 200 weitere Menschen erkrankt sind. Nach Angaben der Britischen Agentur für Gesundheitssicherheit (British Health Security Agency, UKHSA) lassen sich alle Fälle auf eine einzige Quelle zurückführen. Die vorliegenden Hinweise sprechen am ehesten dafür, dass importierte Eier die Ursache des Ausbruchs sind. Auch in Belgien kam es zu einen größeren Salmonellenausbruch. Dort erkrankten mehr als 300 Menschen nach dem Verzehr kontaminierter Eier. Die belgischen Behörden bezeichnen ihn als die bislang größte Salmonellenkontamination in Belgien. Betrieb gesperrtIn Belgien stammen die betroffenen Eier vom Legehennenbetrieb Laerco in Geel, unweit der Grenze zu Tilburg, Niederlande. Die Eier wurden an verschiedene Supermärkte geliefert, darunter Aldi und Carrefour. Die niederländische Behörde für Lebensmittel- und Verbraucherproduktsicherheit (NVWA) wurde nach eigenen Angaben vor zwei Wochen darüber informiert, dass möglicherweise auch kontaminierte Eier in die Niederlande geliefert wurden. Daraufhin nahm sie Kontakt zu „einer begrenzten Anzahl einzelner Verkaufsstellen“ auf. Nach Angaben der NVWA sind in den Niederlanden keine Erkrankungsfälle bekannt. Daher sieht die Behörde keinen Anlass für weitere Untersuchungen. In Belgien ist der Legehennenbetrieb Laerco seit dem 10. August 2026 vollständig gesperrt. Nach Angaben der FASFC gibt es derzeit vorsorglich lediglich eine Rückrufaktion in Luxemburg. Ein Zusammenhang mit dem Salmonellenausbruch in Großbritannien besteht nicht. Erster Rückruf im MaiDie Salmonellenbakterien im Geflügelbetrieb in Geel wurden bereits im vergangenen Mai entdeckt. Dies führte zu einem umfangreichen Rückruf, bei dem sämtliche Eier des Betriebs zurückgerufen wurden. Nach einer Untersuchung konnten die anderen Ställe wieder freigegeben werden, da die Kontamination zunächst offenbar auf einen von vier Ställen begrenzt war. Die Zahl der Salmonellenfälle ging jedoch nicht wie erwartet schnell zurück. Daher wurden die Ställe erneut kontrolliert. Dabei wurde auch in einem zweiten Stall eine Kontamination festgestellt. Daraufhin wurde beschlossen, den gesamten Betrieb zu sperren und einen erneuten Rückruf zu veranlassen. Die vom Rückruf betroffenen Eier werden vernichtet. |
